Die Technik

Stand: 12/2004

Die Messwerterfassung erfolgt über eine Wetterstation vom Typ WS2000. Die Daten werden per Funk (433 MHz) übertragen. Die Sensoren bestehen aus einem Schalenkreuzanemometer (Windgeschwindigkeitsmesser) mit Richtungsmesser, einem Regenmesser, einem Innenthermometer mit Luftdruckmessung, mehreren Aussenthermometern und einem modifizierten Thermometer zur Erfassung der Helligkeit.

Die Hütte

Die maßgebliche Außentemperatur wird in einer strahlungsgeschützten Thermometerhütte in 2m Höhe gemessen. Zur Plausibilitätsprüfung - die Funktechnik ist nicht gerade zuverlässig - läuft ein weiteres Thermometer/Hygrometer mit und die Werte gemittelt.

5cm Erdbodenminimum

Der Sensor (modifizierter Standard-Temperaturfunksensor) ist neben der Wetterhütte in einem etwa 30x30cm großen Stück freigelegtem Erdboden plaziert..

Anhand dieses Sensors lassen sich die Temperaturverhältnisse unmittelbar über dem Erdboden ermitteln. Diese Werte veranschaulichen die Intensität der Wärmeabstrahlung in klaren Nächten und die damit verbundene Gefahr für empfindliche Pflanzen während der Vegetationsperiode. Aber auch extreme winterliche Ausstrahlungen während der Nacht lassen sich damit anschaulich darstellen. Indirekt ist auch zu erkennen ob im Moment eine Gefahr der Bildung von Glatteis oder Eisglätte, durch Temperaturen unter 0 Grad besteht. Dabei kann trotz positiven Temperaturen an diesem Sensor auch Glätte durch noch unterkühlten Boden entstehen.
(Diese gute Erklärung habe ich direkt von der Wetterhomepage von http://www..kramer-kurt.de abgekupfert)

Windmesser

Die Daten der Windmessung müssen kritisch betrachtet werden, da die Windsensoren nicht in der vorgeschriebenen Höhe von 10m, sondern nur in einer Höhe von 7m plaziert sind und zum anderen eine deutliche Abschwächung durch Bauten nach Westen und Süden hin erfolgt. Der Vorteil ist natürlich der, daß bei Orkanböen die Sensoren nicht - wie sonst häufig geschehen - zerfetzt werden..

Regenmesser und Regendetektor

Der Regenmesser ist mit einem 14W Heizkabel beheizt und liefert so auch bei Schnee Messerte.

Der neueste Sensor ist ein Regenmesser, der eine Aussage bietet, wann es regnet und ein gute Ergänzung zum Regenmesser bietet. Bei feinem Sprühregen wird zB vom Regenmesser idR keine Messwerte geliefert - der Detektor zeigt diesen jedoch an.

Der Regendetektor besteht aus einem fertigen Gerät von Conrad Elektronik mit beheizter Sensorfläche. Bei Benetzung durch Regen wird zum einen die Heizung aktiviert, damit das Wasser vedampft und zum anderen wird ein Relais betätigt.

Dieses Relais liefert nun einen anderen Widerstandswert an einen modifizierten Funk-Temperatursensor, der nun je nachdem, ob das Relais aktiv ist oder nicht, zwei verschiedene Temperaturen liefert: Bei Trockenheit eine Negative (-6°C) und bei Niederschlag eine Positive (etwa 11°C). Dann liefert der Regendetektor noch ein Funksignal, mit dem ein elektrisches Gerät geschaltet werden kann .

Gewitterdetektor

Es gibt noch einen Gewitterdetektor von Boltek www.boltek.com, jedoch werden dessen Daten nicht veröffentlicht, da u.a. durch bisher nicht identifizierte Störungen teilweise falsche Richtungen angezeigt werden.

Der Detektor hat eine Reichweite von ca. 600 km und liefert vor allem in der Gewittersaison sehr gute Dienste bei herannahenden Gewittern